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Dieser Inhalt wurde von Doç. Dr. Mehmet ÇOLAK auf Basis wissenschaftlicher Quellen erstellt.
Inhaltsstoff-Enzyklopädie

Zink in Heimtiernahrung: Essenzielles Mineral und zinkresponsive Dermatose

Doç. Dr. Mehmet ÇOLAK 18 Februar 2026 111 Aufrufe

Ein praxisnaher Leitfaden zu Zink in Heimtiernahrung mit Fokus auf Bioverfuegbarkeit, Hautgesundheit und zinkresponsive Dermatose.


Zink ist ein essenzielles Spurenelement in der Tierernaehrung und wirkt als Kofaktor in hunderten Enzymsystemen. Es ist entscheidend fuer Haut- und Fellqualitaet, Immunsystem, Wundheilung, Proteinstoffwechsel und Zellteilung. Ein ausreichender Zinkstatus ist besonders bei Rassen mit Neigung zur zinkresponsiven Dermatose wichtig.

Steckbrief
ElementZn
FunktionEnzymkofaktor / Haut / Immunitaet
Bedarf HundAAFCO-Minimum 120 mg/kg TM
Bedarf KatzeAAFCO-Minimum 75 mg/kg TM
FormenSulfat, Oxid, Chelat
DiskussionsniveauNiedrig
VetKriter-Bewertung
5/5 Qualitaetspunkte

Zink ist in jedem vollwertigen Futter erforderlich. Organische Quellen wie Zink-Proteinat oder Aminosaeure-Chelate sind in Premiumrezepturen oft vorzuziehen, besonders wenn Hautunterstuetzung Teil des Formulierungsziels ist.

Zinkformen und Bioverfuegbarkeit

FormBioverfuegbarkeitKostenHinweis
Zink-ProteinatHochHochTypisch fuer Premiumfutter
Zink-Aminosaeure-ChelatHochHochOft beste Aufnahme
ZinksulfatMittelNiedrigHaeufige praktische Quelle
ZinkoxidNiedrigerSehr niedrigGeringste Effizienz

Zinkresponsive Dermatose

Rassepraedisposition

Nordische Rassen wie Siberian Husky und Alaskan Malamute koennen erbliche Stoerungen der Zinkaufnahme aufweisen. Schnell wachsende Riesenrassen und phytatreiche Diaeten koennen die Verfuegbarkeit zusaetzlich verschlechtern. Typische Zeichen sind Krusten, Roetung und Haarverlust an Gesicht und Ballen.

Haeufig gestellte Fragen

Warum gelten chelatierte Zinkquellen als besser?

Organische Zinkformen sind an Aminosaeuren oder Proteine gebunden und werden haeufig effizienter absorbiert als einfache anorganische Salze. Sie sind zudem weniger stark von Phytaten beeinflusst.

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Quellen
  1. White, S. D. et al. (2001). Zinc-responsive dermatosis in dogs. Veterinary Dermatology, 12(2), 101-109.
  2. NRC. (2006). Nutrient Requirements of Dogs and Cats. National Academies Press.
Tags: Çinko Zinc Mineral Dermatoz Husky Kelat Immunität

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