Tierärztlich geprüfter Inhalt
Dieser Inhalt wurde von Doç. Dr. Mehmet ÇOLAK auf Basis wissenschaftlicher Quellen erstellt.
Mastrinderfütterung

Endrationen bei Rindern: Endfütterung vor der Schlachtung

Doç. Dr. Mehmet ÇOLAK 21 Januar 2026 133 Aufrufe

Die Mastphase ist die letzte und intensivste Fütterungsphase der Fleischrinderhaltung. Ziel ist es, in diesem Zeitraum das angestrebte Schlachtgewicht und eine optimale Schlachtkörperqualität zu erreichen.


Die Mastphase ist die letzte und intensivste Fütterungsphase der Fleischrinderhaltung. Ziel ist es, in diesem Zeitraum das angestrebte Schlachtgewicht und eine optimale Schlachtkörperqualität zu erreichen. Mit hohen Energierationen wird eine maximale Lebendgewichtszunahme und der gewünschte Fettgehalt angestrebt.

1. Definition des Fertigstellungszeitraums

1.1 Wann beginnt es?

  • Normalerweise 60–120 Tage vor der Schlachtung
  • Wenn Tiere 350-400 kg Lebendgewicht erreichen
  • Nachdem das Rumänische vollständig angepasst ist
  • Übergang von der Wachstumsration

1.2 Ziele der Abschlussphase

  1. Maximale tägliche Lebendgewichtszunahme (1,3–1,8 kg)
  2. Optimales Futterverwertungsverhältnis
  3. Gewünschter Schlachtkörperfettgehalt
  4. Hoher Schlachtkörperertrag
  5. Fleischqualität (Marmerisierung)

2. Merkmale der Endration

2.1 Nährstoffbedarf

ParameterEndration
Energie (ME)2,8-3,2 Mcal/kg km
NEg1,3-1,5 Mcal/kg km
Rohprotein%12-14
NDF%15-20
NFC (Stärke)%45-55
Raufutterverhältnis%8-15
Öl%3-6

2.2 Typische Zusammensetzung der Endration

RohstoffRate (%)
Gerste/Mais (gemahlen)65-75
Raufutter (Stroh/Silage)8-15
Proteinquelle (Soja/Sonnenblume)8-12
Melasse3-5
Öl2-4
Mineral-Vitamin-Vormischung2-3
Puffer (Bikarbonat)0.5-1

3. Energiequellen

3.1 Getreide

GetreideME (Mcal/kg)Stärke (%)Funktion
Ägypten3.272Langsame Gärung, sicher
Gerste3.058Schnelle Gärung, Gefahr einer Azidose
Weizen3.170Sehr schnelle, sorgfältige Abwicklung
Sorghum3.070langsam, sicher

3.2 Getreideverarbeitung

  • Zerkleinern: Am gebräuchlichsten und wirtschaftlichsten
  • Abblättern: Bessere Verdaulichkeit
  • Dampfverarbeitung: Stärkeverkleisterung, beste Ausbeute
  • Schleifen: Hohes Risiko einer Azidose, Vorsicht

3.3 Öl hinzufügen

  • Erhöht die Energiedichte
  • Reduziert Staub, verbessert den Geschmack
  • Maximal 6 % (für die Pansenfunktion)
  • Quellen: Pflanzenöl, tierisches Fett, Vollfettsoja

4. Proteinernährung

4.1 Proteinbedarf

  • Der Proteinbedarf sinkt während der Mastphase
  • 12-14 % HP reichen aus
  • Überschüssiges Protein → Harnstoffausscheidung, erhöhte Kosten

4.2 Proteinquellen

  • Sojabohnenmehl
  • Sonnenblumenmehl
  • Baumwollsamenmehl
  • DDGS (Maisbrennereien)
  • Harnstoff (nicht mehr als 1 %)

5. Raufuttermanagement

5.1 Bedeutung von Raufutter

  • Für die rumänische Gesundheit erforderliches Minimum
  • Vorbeugung gegen Azidose
  • Kauen und Speichelproduktion
  • pH-Pufferung im Pansen

5.2 Minimales Raufutter

  • Mindestens 8–10 % Raufutter (bezogen auf die TM)
  • Oder mindestens 15 % NDF
  • Effektive Ballaststoffe sind wichtig (lange Partikel)

5.3 Raufutteroptionen

  • Weizen-/Gerstenstroh (niedriger Energiegehalt, hoher Ballaststoffgehalt)
  • Maissilage (Energie + Ballaststoffe)
  • trockenes Gras

6. Azidose-Management

6.1 Azidoserisiko

Bei hochkonzentrierter Ernährung steigt das Risiko einer Azidose:

  • Pansen-pH <5,5 (akut), <5,8 (subakut)
  • Der Futterverbrauch nimmt ab
  • Durchfall
  • Lahmheit (Hufrehe)
  • Leberabszesse

6.2 Präventionsstrategien

  • Verwendung von Tampons: Natriumbicarbonat 0,5-1 %
  • Ausreichend Raufutter: Mindestens 8-10 %
  • Konsequente Fütterung: Feste Öffnungszeiten, keine plötzlichen Änderungen
  • Ionophor: Monensin (Pansen-pH-Stabilisierung)
  • Hefe: Rumänische Funktionsunterstützung

7. Futterverbrauch und -management

7.1 Erwarteter Futterverbrauch

  • 2,2-2,8 % des Lebendgewichts (TM)
  • Beispiel: 500 kg Tier → 11-14 kg TM/Tag
  • Kann gegen Ende der Endbearbeitung abnehmen

7.2 Fütterungsmanagement

  • Zweimal täglich füttern (morgens und abends)
  • Konsistente Stunden
  • Frisches Futter, häufiges Schieben
  • Fressfläche: 30-40 cm/Kopf
  • Futterrückstände: 2-5 % angestrebt

8. Leistungsziele

8.1 Lebendgewichtszunahme

Rasse/TypTägliche CAA (kg)
nativ/hybrid1.2-1.4
Kulturrasse (Angus, Hereford)1.4-1.6
Kontinental (Limousin, Charolais)1.5-1.8

8.2 Futterumwandlungsverhältnis

  • Ziel: 6–8 kg Futter/kg CAA
  • Das Finish wird zum Ende hin schlechter (Fettigkeit)

8.3 Schlachtkörperleistung

  • Ziel: 54-60 %
  • Hängt von Rasse, Alter und Fettgehalt ab

9. Ölkontrolle

9.1 Optimale Schmierung

  • Rückenfettdicke: 8-12 mm (Ultraschall)
  • Übermäßige Schmierung → geringer Wirkungsgrad, Wertverlust
  • Zu wenig Fett → Schlechte Fleischqualität

9.2 Faktoren, die das Fett beeinflussen

  • Rasse (früh vs. spät reifend)
  • Geschlecht (weiblich > männlich > reif)
  • Energieniveau
  • Mastzeit

9.3 Fettverfolgung

  • visuelle Beurteilung
  • Ultraschallmessung
  • Entscheidend für den Schnittzeitpunkt

10. Schnittzeitpunkt

10.1 Entscheidungskriterien kürzen

  • Ziellebendgewicht
  • Optimaler Fettgehalt
  • Verschlechterung der Futterverwertung
  • Marktbedingungen
  • Wirtschaftsanalyse

10.2 Wirtschaftlicher Grenzpunkt

  • Grenzkosten = Grenzerlöspunkt
  • Bewerten Sie, wenn die Futterverwertung 10:1 überschreitet
  • Wenn die tägliche CAA unter 1 kg fällt

10.3 Vorbereitung vor der Schlachtung

  • Füttern Sie die Schnittlinge 12–24 Stunden vor der Schlachtung
  • wasserfrei
  • Stressminimierung
  • ruhiger Transport

11. Zusatzstoffe

11.1 Ionophore

  • Monensin: Steigerung der Futtereffizienz um 5-10 %
  • Vorbeugung gegen Azidose
  • Schwellungsprävention

11.2 Beta-Agonisten

  • Zilpaterol, Ractopamin (einige Länder)
  • Erhöht den Muskelaufbau
  • Reduziert die Fettigkeit
  • Seine Verwendung ist in der Türkei begrenzt

11.3 Sonstige Beiträge

  • Maya-Kultur
  • Enzyme
  • organische Säuren

12. Wirtschaftliche Bewertung

12.1 Kostenpositionen

  • Futterkosten (70–80 %)
  • Tierkosten
  • Verarbeitung
  • medizinische Kosten
  • Sonstiges (Energie, Abschreibungen)

12.2 Rentabilitätsfaktoren

  • Futterverwertungsverhältnis
  • Tägliche Lebendgewichtszunahme
  • Schlachtkörperausbeute
  • Fleischpreis
  • Futterpreis

Fazit

Die Mastphase ist die entscheidende Phase, die über die Rentabilität der Mast entscheidet. Während mit energiereichen Rationen maximale Leistung angestrebt wird, sollten die Risiken einer Azidose und eines überschüssigen Fetts bewältigt werden.

Grundprinzipien:

  1. Energiereiche, proteinarme Ration
  2. Mindestens 8–10 % Raufutter
  3. Strategien zur Azidoseprävention
  4. Konsequentes Fütterungsmanagement
  5. Fettverfolgung
  6. Wirtschaftlicher Schlachtzeitpunkt

Bibliographie

Owens, F. N., et al. (1998). Überblick über einige Aspekte des Wachstums und der Entwicklung von Mastrindern. Zeitschrift für Tierwissenschaften, 76(3), 930-941.

Galyean, M. L. & Hubbert, M. E. (2014). Rückblick: Traditionelle und alternative Ballaststoffquellen – Ballaststoffwerte, Wirksamkeit und Gehalte in der Start- und Enddiät. Der professionelle Tierwissenschaftler, 30(5), 471-482.

Tags: Endmast-Ration Endmastphase Schlachtkörperqualität Verfettung Schlachtgewicht

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